Warum CDs digitalisieren?

Als das Fraunhofer-Institut 1992 das neue Dateiformat “mp3” vorstellte, war der Effekt recht gering. Erst ca. 10 Jahre später wurde dem Musikbusiness bewusst, was für eine Chance, aber auch welche Risiken dieses neue Musikmedium darstellt.

simbolo-de-mp3-con-disco-y-nota-musical_318-45165Anfangs wurde das mp3-Format wegen der Verlustrate beim Konvertierungsprozess noch verschrien. Nach und nach gelangte es aber vor allem bei der Internetpiraterie zu großen Ruhm. Musik-CDs, konvertiert zu mp3-Dateien, konnten problemlos per Internet über die ganze Welt verteilt werden. Der Vorstoß der Musikanbieter waren Plattformen wie iTunes, bei denen sich der Kunde einzelne Songs oder ganze Alben als digitales Medium kaufen kann. Inzwischen verliert das Medium mp3 jedoch wieder an Popularität, mit Streaming-Angeboten wie Spotify und Amazon Music auf dem Vormarsch.

Aber warum sollte man sein physisches Medium CD in ein digitales Konvertieren?

CD to mp3. Aber warum?

Ein großer Vorteil der mp3: sie nimmt keinen Platz in Anspruch. Heutzutage können bis zu 128GB Daten auf einem Fingernagelgroßen Chip gespeichert werden. Das sind ca. 1600 Alben mit einer recht hohen Bitrate (z.B. VBR0 oder 256 kbps). 1600 CDs dagegen brauchen einiges an Platz. Selbst ohne die Hülle kann eine solche Sammlung schnell ein ganzes Zimmer, gar die ganze Wohnung in Anspruch nehmen.

Aber auch die Langlebigkeit des Mediums CD spielt eine große Rolle.

Anfangs als unkaputtbar gerühmt, zeigt sich ein unter Sammlern gefürchteter Effekt: die silberne Datenschicht der Disks wird milchig weiß und scheint zu verschimmeln, oder das Silber wird nach und nach Bronze. In beiden Fällen leidet die Reflexionsfähigkeit des Datenträgers. Die Folge: er ist nicht mehr lesbar, die CD ist kaputt.

Eine mp3 ist dagegen kein optisches Medium und daher auch keinem Alterungsprozess ausgesetzt. Das einzige, was ihr gefährlich werden kann, sind Computerviren. Aber auch hier sind Sammler geschützt: Virensoftware verhindert oft das schlimmste, und dank Cloud-Computing sind viele mp3-Sammlungen sowieso nicht mehr lokal abgelegt, sondern auf den Google Drives und Dropboxen der Welt verteilt.

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