Die Geschichte der CD

Man kennt das: während einem Wunderino freispiele hört man diesen einen Song. Er bleibt im Kopf, aber man weiß einfach nicht, wie er heißt. Früher konnte man noch in den Plattenladen, um dem Mitarbeiter etwas vorzusummen und den richtigen Song auf LP zu bekommen. Oder man konnte ihn einfach mit einer Kassette mitschneiden, wenn er noch einmal kam. Jedoch hatten beide Formate ihre Probleme: die Musikkassette verlor mit jedem mal abspielen an Klang und Tiefe, und wenn einmal das Band gerissen war das Album oder der Radiomitschnitt dahin.

640px-CD-AUDIO_logoVinyl hatte dieses Problem zwar nicht, war und ist aber durchaus anfällig für Kratzer, Staub, Wasser und falsche Lagerung. Außerdem müssen sowohl eine Kassette als auch eine Vinyl-LP (oder, noch schlimmer, eine 7″ oder EP) oft umgedreht werden, was den ungestörten Musikgenuss doch erheblich einschränkt.

Daher forschten viele Unternehmen, allen voran Phillips und Sony, an Methoden der digitalen Aufzeichnung um Störgeräusche (wie das Knacken von Staub auf der Schallplatte oder das Surren der Antriebsräder eines Kassettendecks) zu minimieren oder gar eliminieren.

Das Ergebnis war, nach einem kurzen Ausflug zum Betamax Videorekorder von Sony, die Compact Disc, kurz CD.

Die Prämisse

Voraussetzung für das neue Format, neben Freiheit von Störgeräuschen war, dass ein bestimmtes Musikstück auf einer einzelnen Disk abbildbar zu sein hatte: Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie von 1824, die Sinfonie der Friedrich Schillers “An die Freude” zugrunde lag. Das Stück ist ziemlich genau 74 Minuten lang (je nach Aufführung ca. 73 Minuten 29 Sekunden), inklusive einer Art Einlauf- und Auslaufrille, wie man es vom Format der Schallplatte gewohnt war, mussten also genau 74 Minuten Daten (oder 650 MB) auf eine CD passen. Als Durchmesser wurden 12 cm festgelegt (wobei es auch CDs mit einem Durchmesser von 8 cm und einer Spielzeit von ca. 35 Minuten gab).

Das Ergebnis

Plattenläden gibt es zwar nach wie vor, aber durch den Siegeszug der digitalen Medien können viele Songs inzwischen auch online heruntergeladen werden. So wie zum Beispiel dieser eine Song, den man bei Wunderino gehört hat.

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